Heuschnupfen (Pollenallergie)


Ursache einer Allergie ist eine übersteigerte Reaktion des körpereigenen Immunsystems, das sich bei der Pollenallergie irrtümlich gegen so harmlose Stoffe wie Blütenpollen wehrt. Zur Bekämpfung dieser Eindringlinge schüttet das Immunsystem in übertriebenem Maß Abwehrstoffe aus. Gleichzeitig wird Histamin freigesetzt. Und dieser Stoff löst dann die typischen allergischen Reaktionen aus.

Wie macht sich Heuschnupfen bemerkbar?

Die Nase kribbelt und läuft ständig. Man muss häufig mehrmals hintereinander niesen. Das Nasensekret ist wässrig-klar. Die Augen sind gerötet, jucken und tränen. Im Lauf der Zeit kann sich unbehandelt aus dem Heuschnupfen bei jedem dritten ein allergisches Asthma entwickeln, das sich durch Hustenanfälle und anfallsweise Atembeschwerden bis hin zu schwerer Atemnot äußert. Eine konsequente Behandlung des Heuschnupfens von Anfang an ist deshalb wichtig.

Wenn der Schnupfen nur zu bestimmten Zeiten, das heißt, im Frühjahr und/oder im Sommer, auftritt, steckt meist eine Pollenallergie dahinter. Der Zeitpunkt des Beginns und die Dauer des Heuschnupfens geben Hinweise, welche Pollen die Allergie auslösen. Die Blühzeiten einzelner Pflanzen können Sie aus einem Pollenflugkalender ablesen. Beachten Sie die regionalen Polleninformationsdienste vieler Tageszeitungen oder die Pollenflugvorhersage unter der Nummer 0190 / 11 54 80.

 

Wenn der Schnupfen das ganze Jahr über anhält, könnte es sich um eine Allergie gegen Hausstaub oder Tierhaare handeln. Ob Pollen, Hausstaub oder Tierhaare als Auslöser ("Allergen") für Ihren Schnupfen in Frage kommen, kann der Allergologe (Arzt mit Zusatzausbildung für allergische Erkrankungen, meistens HNO- oder Hautarzt) mit speziellen Allergietests feststellen.

Wenn ein Pollenallergiker ein Haustier hält und aus dem anfangs saisonabhängigen Heuschnupfen ein Dauerschnupfen wird, sollte immer an eine zusätzliche Tierhaar-Allergie gedacht werden. Denn wer bereits unter einer oder mehreren Allergien leidet, hat ein erhöhtes Risiko, auch eine Tierhaar-Allergie zu erwerben. Allergiker sollten deshalb keine Tiere halten.

Wie kann man Heuschnupfen behandeln?

Antihistaminika schwächen die Wirkung des Histamins ab und befreien weitgehend von den lästigen Symptomen des Heuschnupfens. Es gibt viele Medikamente, die solche Antihistaminika enthalten. Sie müssen so lange eingenommen werden, bis die allergieauslösenden Pollen nicht mehr fliegen. Je nachdem, gegen wie viele Pollenarten Sie allergisch sind, kann das mehrere Wochen bis zu mehreren Monaten nötig sein.

Einige dieser Präparate können als Nebenwirkung müde machen. Das heißt, dass diese Medikamente auch die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, was vor allem im Straßenverkehr oder z. B. bei Tätigkeiten an Maschinen zu beachten ist. Die neueren Präparate zeichnen sich vor allem durch weitgehendes Fehlen dieser Nebenwirkung aus. Zu den Unterschieden in den Wirkungen der einzelnen Medikamente geben wir Ihnen gerne weitere Informationen. Auf jeden Fall sollten Sie den Beipackzettel vorher immer aufmerksam durchlesen.

Neben der Einnahme von Antihistaminika können Augen- und Nasentropfen sehr hilfreich sein. Sie lindern den oft unerträglichen Juckreiz am Auge bzw. vermindern den Sekretfluss in der Nase und erleichtern die Atmung. Man sollte diese Präparate jedoch nicht zu lange verwenden, da die Schleimhaut von Auge und Nase austrocknen kann. Halten Sie sich genau an die Einnahme- und Dosierungsvorschriften.

Vorbeugende Maßnahmen

Eine vorbeugende Behandlung ist mit Präparaten möglich, die den Wirkstoff Cromoglicinsäure enthalten. Diese Substanz bewirkt, dass das Histamin erst gar nicht freigesetzt wird.

Die Anwendung dieser Medikamente sollte möglichst vierzehn Tage vor dem zu erwartenden Eintritt des Heuschnupfens erfolgen. Um das in etwa vorauszusehen, leistet ein Pollenflugkalender gute Dienste.

Bei einer Pollenallergie ist es praktisch nicht möglich, sich völlig von den allergieauslösenden Substanzen fernzuhalten. Dennoch kann man einiges tun, um den Kontakt zumindest einzuschränken und damit auch den Schweregrad der Symptome herabzusetzen:

Bei trockenem, windigem und warmem Wetter ist der Aufenthalt im Freien für Pollenallergiker oft kaum möglich. Verzichten Sie während der Blütezeit auf ausgedehnte Wanderungen und Fahrradfahrten. Mähen Sie auch nicht Rasen.

Gehen Sie auch bei einsetzendem Regen nicht gleich ins Freie, da dann noch eine große Menge Pollen aus den oberen Luftschichten heruntergewaschen wird. Bei anhaltendem Regen fliegen gar keine Pollen mehr.

Beim Autofahren sollten Sie nach Möglichkeit die Fenster geschlossen halten und auch die Lüftung bzw. das Gebläse abstellen, damit keine Pollen ins Wageninnere gewirbelt werden. Einige Firmen bieten auch spezielle Pollenfilter für das Gebläse an.

Wenn Sie sich länger im Freien aufgehalten haben, sollten Sie abends Ihre Haare waschen, weil sich die Pollen gut in ihnen festhalten können und Sie sie sonst während des Schlafs einatmen.

Verbringen Sie Ihren Urlaub in pollenarmen Gegenden, insbesondere im Gebirge, sofern Sie nicht unter Herz-Kreislauf-Beschwerden leiden. Oberhalb von 1500 Metern nimmt die Pollenzahl erheblich ab. Auch Ferien am Meer sind günstig.

Beachten Sie bei der Urlaubsplanung die je nach Land und Klima veränderten Blühzeiten und damit auch die unterschiedlichen Pollenflugzeiten.

In welchem Fall wird eine Hyposensibilisierung durchgeführt?

Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Allergologe eine Hyposensibilisierung empfehlen. Dabei wird versucht, Sie gegen die auslösenden Substanzen unempfindlicher zu machen, so dass ein erneuter Kontakt Sie nicht mehr oder nicht allzu sehr belastet. Diese Behandlung kann man bei fast allen Allergieauslösern durchführen, aber der Behandlungserfolg ist unterschiedlich. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist das sichere Erkennen der Allergene, d. h. der Allergie-auslösenden Stoffe. Am erfolgversprechendsten ist die Behandlung, wenn eine Allergie gegen nicht mehr als 3 Pollenarten besteht und der Allergiker nicht älter als 40 Jahre alt ist.

Eine Hyposensibilisierung dauert in der Regel drei Jahre und wird im allgemeinen nur in der pollenfreien Zeit, im Herbst und Winter, durchgeführt. Der Patient bekommt wöchentlich eine steigende Dosis des stark verdünnten Allergens gespritzt. Nur wer sich zutraut, diese Behandlung über den erforderlichen langen Zeitraum durchzuhalten, kann auf einen Erfolg hoffen. Unterstützend sollte - soweit möglich - der Kontakt mit den Allergenen vermieden werden.

Ärztlicher, zahnärztlicher und tierärztlicher Notdienst

Ärztliche Notdienstzentrale
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